Category: Clickertraining

Verladetraining mit dem Clicker

Ausgangssituation Verladetraining mit dem Clicker geht das ? Und geht das auch mit Pferden, die eigentlich anders ausgebildet wurden. Beide Fragen kann ich nach den Erfahrungen in den letzten Jahren aus vollem Herzen mit „JA“ beantworten. Allerdings müssen die Menschen viel Arbeit investieren – bestes Beispiel ist Bertie. Bertie steht bei uns am Stall – Read More

Entspannung ist im Pferdetraining extrem wichtig. Das Entspannungsquadrat ist ein gutes Hilfsmittel

Entspannungsquadrat: Schluss mit Stress

Wenn man als Clickeranfänger immer wieder von Pausen bzw. Entspannungstraining hört, fragt man sich schon, warum die Clickerleute immer wieder so darauf herumreiten. Schließlich arbeitet man ja positiv, was soll es da schon an Stress geben.

Wenn man dann allerdings ein bisschen weiter clickert, kommt man schnell dahinter, warum dieses Thema so einen breiten Raum einnimmt. Denn viele Pferde geraten beim Clickern in eine Stimmung, die Mütter eigentlich nur von Kindergeburtstagen kennen. Die Kleinen sind voller Vorfreude und wenn dann nicht sofort das Signal oder das Leckerli kommt, ist sofort „Knatsch“ angesagt. Je nach Temperament und Charakter wird das Pferd entweder extrem hibbelig, manchmal auch sehr aufdringlich oder rüpelig-fordernd.

Stress im Pferdetraining

Dies hat aber nicht unbedingt etwas mit dem Clickertraining zu tun, sondern eher mit der Futterbelohnung. Viele Pferde auch solche die mit negativer Verstärkung und Leckerli trainiert werden, geraten in Stress. Nur wird es bei Clickertraining thematisiert und es werden Strategien dagegen entwickelt, wie eben das Entspannungsquadrat. Diese wunderbare Übung eignet sich also für alle Rösser, die angesichts eines Ponyskeks in Ekstase geraten.

Aus diesem Grund war ein Kurs mit Marlitt Wendt vor einigen Jahren für mich eine wirkliche Offenbarung. Am Vorabend gab es ein Seminar „Stress im positiven Pferdetraining“, da beschrieb sie, wie man durch Kraulen und Massage das Pferd wieder in ruhiges Fahrwasser bringt.

Marlitt Wendt

Meine Hoffnung wuchs, das ich die Motivationsüberschüsse, die auch mein Pony zeigte, so wieder in den Griff bekommen könnte. Bis zu diesem Kurs hätte ich geschworen, das Streicheleinheiten ihn während einer Clickereinheit „null“ interessieren und das Ponygehirn sich ausschlieslich auf Futter konzentriert. (Warum kommen die eigenen Vierbeine, nie auf andere Leute!) Aber unter Marlitt´s Anleitung verwandelte sich auch der große Zampano, dann doch in ein Schmusemonster. Nun fragt ihr Euch sicher: Wie geht das? Das will ich auch! Leider hat Marlitt noch nichts zu ihrem Entspannungsquadrat geschrieben, deshalb versuche ich jetzt mal mein Glück. Read More

Pferdetrick: Küsschen geben

Pferdetrick: Ein Bussi für Aschenputtel

‘‘Sicher kann man sich um die Sinnhaftigkeit solcher Tricks wie „Küsschen “ oder „Bussi geben“ streiten. Skeptiker mögen die Kombination Pferdenase im Gesicht eines Menschen für problematisch halten. Üben wir  doch immer und immer wieder mit unseren Pferden „Höflichkeit“ und einen gewissen Abstand einzuhalten und dann das!!!

Sicher würde ich diesen Trick nicht mit einem rüpeligen 4jährigen Tunichtgut üben, dem noch die Basis fehlt. Aber mit einem gut erzogenen, respektvollen Pferd ist dieser Spass genauso gefährlich, wie Hufe geben. 🙂 Dieses Kunststück ist natürlich für das Ross sehr, sehr einfach. Es muss kein gymnastischen Höchstleistungen vorbringen. So benutzen Pferde diesen Trick sehr, sehr gerne zum betteln!!! Gerade, wenn sie das „Bussi geben“ erst kürzlich gelernt haben, versuchen sie ihrem „Lieblingsmenschen“ mit dem Küsschen immer wieder einen Keks aus der Tasche zu ziehen.

Ich arbeite dann an der Signalkontrolle, aber ein Ziel erreicht dieser Trick bei mir immer: Er verbessert meine Laune gleich um 100% und auch dies weiß Atli. Jeder Mediator wäre stolz auf ihn.😇 Also dann – haltet dem Pony mal die Wange hin …. 🙂

„Bussi geben“ kann man problemlos auch mit einem „Humpelfuss“ üben bzw. mit körperlich eingeschränkten Pferden üben. Read More

Wie klappt´s denn mit der Signalkontrolle ?

„Lach mal“ hat mein Pferd so schnell gelernt – er macht das jetzt immer wenn er mich sieht!“ Diesen oder so ähnliche Sätze hört man oft, wenn Menschen anfangen mit ihren Pferden Zirkustricks zu trainieren. Steht man dann unschuldig an einem Tor herum, bekommt man auch schon mal eine feuchte Pferdenase an der Wange und aus dem Off- erschallt des Besitzers Stimme: „Bussi kann er auch“ !!!

Ich gebe zu;  auch ich kann mich dem Charme dieser Blitzmerker nicht immer entziehen. Es macht mir Freude zu sehen, mit welcher Begeisterung sie ihre neu erlernten Kunststücke vorführen. Schwierig wird es für mich immer dann, wenn ich sehe, daß diese Pferde einen sehr hohen Stresspegel haben. Meist scannen sie immer ihren Besitzer ab, ob der nicht eventuell ein klitzekleines Signal gegeben hat. Sie wollen ja keine Gelegenheit verpassen. Sie sind wie kleine Duracell-Häschen, immer und immer wieder bereit ihr Können abzuspulen.

„Lach mal“ wird gerne mal zum Betteln genutzt 😀

Wenn man mit den Zirkustricks beginnt, ist man immer wieder begeistert, wie schnell die Pferde lernen. Gerade die kleinen Tricks, wie Kopfschütteln, Beine kreuzen oder Bussi geben, kann man oft in Nullkommanix erarbeiten. Allerdings steht man recht häufig vor dem Problem, das man die Geister, die man rief nicht mehr unter Kontrolle bekommt. Sehr, sehr gerne bieten Pferde all ihre Lieblingslektionen an und so mancher Schmied klagt sein Leid über Pferde, die ununterbrochen spanischen Gruss anbieten, während er eigentlich nur Hufe ausschneiden möchte.

Für viele Pferde ist das Erlernen von Zirkustricks, wie ein riesengrosser Kindergeburtstag. Es gibt Spass,  Lob und oft auch Futter im Überfluss. Da möchten die meisten Vierbeiner nicht ans Aufhören denken. So schlägt die anfängliche Begeisterung schnell in Stress um und auch der Mensch überlegt, wie er die Büchse der Pandora wieder schließen kann.

Die meisten Pferdemenschen stellen dann das Zirkustraining ein, weil sie diesen hyperaktiven Derwisch, der mal ihr ruhiges ausgeglichenes Geländepferd war, einfach im täglichen Umgang nicht mehr gemanagt bekommen.  Das ist sehr schade, hat man doch eigentlich gerade etwas gefunden, was beiden Seiten Pferd und Mensch so viel Spass macht. Read More

Pferdetrick: Apportieren

Pferdetrick: Apportieren – Hol´s mir noch einmal

Gerade, wenn man „fusskranke“ Pferde geistig auslasten  möchte, bietet das Apportieren eine wirklich vielseitige Beschäftigungsmöglichkeit. Allerdings hat dieser Pferdetrick auch durchaus seine Tücken.

Beipackzettel – zu Risiken und Nebenwirkungen 😀

Es kann nämlich durchaus nach hinten los gehen, wenn man sein Pferd dafür belohnt, das es seine Zähne zur Hilfe nimmt. Nicht, daß das „edle Ross“ auf die Idee kommt, in Dinge hineinzubeissen, die einem lieb und teuer sind, wie z.B. Körperteile.

Bei meinen älteren Ponys ist das bisher nicht passiert, aber bei unserem „Junior“ Vinnie wäre ich mir da nicht so sicher. Der Gute ist schon mit meiner Gerte, sowie mit meinem Helm spazieren gegangen und sogar eine kleine Tube Wundcreme hat er mir schon aus der Gesässtasche gemopst  und ist damit losmarschiert. Komischerweise hat er auf mein scharfes AUS !!! gar nicht reagiert.
(Vielleicht muss er doch noch mal in die Welpengruppe !!! 😀

Und so sehr er es auch anbietet, Vinnie wird in nächster Zeit nicht apportieren lernen, denn es steht für ihn erstmal Grundausbildung auf dem  Stundenplan.

Das mag langweilig erscheinen, legt aber für den Basis für all den Unsinn, der ich mir sonst so einfällt.  Wenn die Fundament stimmt, dann immer ran an den Spass ! Read More

Zappel lernt ruhiges Stehenbleiben

Wenn wieder mal  ein Jungpferd einzieht, merkt man erst, wie eingeschossen man mit seinen “alten“ Rössern ist. Ruhiges Stehenbleiben ist so ein Beispiel. Ich bin ein ziemlich fauler Mensch. Also stehen meine Pferde, wenn ich sie fertig mache,  direkt neben meiner Sattelkammer auf der Stallgasse und nicht wie vom Stallbauer geplant, draussen am Anbindeplatz. Natürlich hängen dort auch Halfter, Trensen sowie der Kappzaum. Und wie soll ich sagen der Junior hat dort ganz schön aufgeräumt und dafür gesorgt, das jetzt alles wieder ganz ordentlich weggehängt wird.

Target Training
Schritt 1 – Target berühren

Ich weiß nicht ob es beim Pferd orale Phasen gibt, aber Vinnie  steckt auf jedem Fall in einer!!!  Meinen wunderbaren Sabro Zaum hat er nun auch mit einigen Zahnabdrücke verziert. (Grr).

Und ja, ich weiß das man ihm dafür eins auf die Nase geben kann! Aber nach meiner Erfahrung macht Strafe hier nicht viel Sinn. Denn die Aussicht auf Strafe führt entweder dazu, daß das Pferd wartet bis der Erziehungsberechtigte verschwindet, um dann in Windeseile alles „umzudekorieren“. Kommt der Mensch dann wieder zieht das Pferd schnell den Kopf ein, um dem Schlag zu entgehen.  Es versteht nämlich meist nicht, das wir mit der Strafe  erreichen wollen, das er nicht mehr mit unseren Sachen spielt. Das Pony denkt immer wenn die Alte zurückkommt, gibt es eins auf die Mütze.  Was immer zu einer angespannten und leicht hektischen Misstimmung führt oder

Schritt 2 – Target berühren mit Ablenkung (Halfter :-

um es im Klartext zu sagen: „Das Training fängt schon scheisse an!!!“

Jungpferden und Ljosfari wird nun mal schnell langweilig. Wenn man Ihnen keine Aufgabe gibt, dann suchen Sie sich halt selbst eine. Es stellt sich also, die Frage, ob man sie nicht bei so  stupiden Dingen geistig beschäftigen kann und ihnen gleichzeitig die Aufgabe ruhiges „Stehenbleiben“ verdeutlichen und/oder versüssen kann. Für mich ist da, das stationäre Target, eine super Lösung.< Read More