Pferdetrick: Beine kreuzen

27 Okt

Ich gebe zu, “ Beine kreuzen ” reizte mich, seit ich diesen Trick zum ersten Mal 1996 in dem Buch Pferdeschule von Nathalie Penquitt entdeckt hatte. Mein Pony Skuggi hielt diese Idee, für sagen wir es mal vornehm: nicht umsetzbar. Er meinte einfach, seine Beine wären für Knoten nicht gemacht, ich sollte es mal Yoga probieren, ich würde dann schon ruhiger werden.

Die Herangehensweise, nämlich das Vorderbein hochzunehmen und es dann wieder auf der anderen Seite abzustellen, behagte mir ebenso wenig, wie meinem Pony. So habe ich ihn nach diesem ersten Versuch, auch nie wieder damit belästigt. Heute mit dem Clickertraining, bin ich auf diese Art der Manipulation nicht mehr angewiesen und meine Pferde können selbst entscheiden, ob und wie weit sie die Beine kreuzen möchten und wie man sehen kann, finden sie es eine lustige Idee.

Meine Trainingsidee für Beine kreuzen

Zielsetzung:

Pferdetrick: Beine kreuzen
Pferdetrick Beine kreuzen

Ich stehe mit gekreuztem Beinen vor dem Pony und der Gute spiegelt meine gekreuzten Beine. Bitte unbedingt von beiden Seiten üben, damit sow

 

ohl die Koordination des Pferde, wie auch des Menschen gleichmäßig verbessert. Hab ich schon mal erzählt das ich ein Bewegungslegastheniker bin ?

Kommando: 

“Kreuz” – nicht sehr einfallsreich – ich weiss! (seufz)

Signal:

Ich stehe neben dem Pferd und kreuze meine Beine.

Vorbereitung:

Als Vorbereitung sind ruhige Schritt-für-Schritt-Hinterhandwendungen sehr praktisch, weil sie die Koordination und Balance sehr gut verbessern.

Besonderheit:

Pferde mit breiter Brust und kurzen Beinen tun sich naturgemäss, etwas schwerer mit dieser Übung und sollten gut vorbereitet sein und bitte am Anfang nicht zuviel verlangen!

Vorsicht!

Ängstliche Pferde können erschrecken, wenn sie merken, dass ihre Beine sich blockieren! Also immer schön Sicherheitsabstand einhalten.

Gymnastischer Wert

Zwar kommt das Beine kreuzen, wie eine kleine Spielerei für das Pferd daher, ist aber eigentlich gar nicht ohne ! Die Muskulatur muss sich ganz schön dehnen, deshalb sackt bei den meisten Pferden auch gerne mal Hals und Kopf nach unten ab. Dem kann man gegensteuern, indem man in einer höheren Positon füttert, wenn man mit Futterlob arbeitet. Außerdem wird die  Tiefenmuskulatur angesprochen und das Gleichgewicht geschult.

Startpunkt:

Ich stehe neben dem Pferd und mache einen seitlichen Schritt auf das Pferd zu und kreuze dabei meine Beine überdeutlich 🙂 Zwischendurch lege ich  meine Hand auf Atli´s Schulter lege um ihm zu verdeutlichen, was ich möchte.

Wie Ihr auf dem Video ausserdem sehr gut erkennen, könnt ist die Futterposition oft ziemlich miserabel. 🙂
Ich müsste ihm das Futter dort geben, wo ich seinen Kopf haben möchte und nicht an der Futtertasche, wo er es sich abholen möchte, aber naja wir versuchen uns zu bessern, ehrlich.

Aber ansonsten ist dies für den 1. Versuch finde ich eigentlich schon ganz schön.

Meine Ponys haben diese Übung früher gerne zum Betteln genutzt. Frei nach dem Motto: “Schau mal was ich kann!” 🙂 Mangelnde Signalkontrolle nennt das die Fachmannfrau! Deshalb belohne ich nicht nur das “Beine kreuzen” sondern auch die “Nullposition“ und das Warten auf ein  Signal.

Wir waren fleissig und haben zwei Punkte auf unserer Liste abgearbeitet 😉

  • Es muss selbstverständlicher werden, das ich vor dem Pferd stehe und das Signal zum “Beine kreuzen” gebe.
  • Die Zeitspanne in der die Beine gekreuzt bleiben, möchte ich verlängern.

…. und habe davon ganz brav auch ein Video gemacht 🙂

 

Letzte Punkte auf unserer Agenda: 

  • Die Beine sollen noch weiter gekreuzt werden.
  • Hals und Kopf sollen nicht nach unten sacken, damit die Dehnung auch wirklich zum Tragen kommt. Hierzu ist die Futterposition ganz wichtig.
  • Außerdem  soll sich das Ganze noch zum Tanzen entwickeln (ich bin gespannt😄) !

Aber das schaffen wir auch noch ! 🙂 und ich glaub das nächste Mal machen wir das Video mal von vorne 🙂

Gerade bei meinem Jungspund Vinnie  habe ich wieder mal gemerkt, wie schwierig diese Aufgabe für unerfahrene Pferde sein kann. Steht der unerfahrene Vierbeiner erst mal fest auf seinen Füßen fällt es Ihnen schwer die Balance zu verschieben. In diesem Falle macht es Sinn erst noch einmal Seitengänge zu üben und zu verfeinern.

Links:

Wege zum Pferde: Fordern Sie Ihr Pferd einmal zum Tanzen auf 

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