Trailhindernis Pferch: Gib Platzangst keine Chance :-)

24 Mai

Die Ponys und ich  sind ja auch in diesem Jahr wieder in Sachen Gaiting Working Equitation unterwegs und so baue ich gerne immer wieder die verschiedenen Hindernisse auch in unsere tägliche Arbeit ein. Das Trailhindernis Pferch kommt eigentlich immer etwas unscheinbar daher, ist aber oftmals eine große Herausforderung.

Wie schwer kann es schon sein durch einen 1,50 m breiten Gang zu reiten !?! Soviel kann ich sagen:  1,50 m hört sich breit an,  sieht breit aus, wird beim Reiten aber sehr schnell sehr eng, gerade wenn man im Tölt oder gar im Galopp durch das Hindernis reiten möchte.

Aber auch im Schritt hat das Trailhindernis Pferch auf dem Turnier immer seine Tücken.  Einmal war ein riesiger Bambus in der Mitte des Pferches platziert. Ich hätte ja nicht gedacht, das meine Ponys die Naturdeko zum fürchten finden, aber genau so war es. 🙂

Stimmt ja auch, wann wandern auf einem Ausritt schon mal die Sträucher hin und her. Da müssen ja böse Trolle ihre Hände im Spiel haben!!!-  😉

Beim letzen Turnier hat eine Zebra-Kuh meine Ponys in Angst und Schrecken versetzt. Was so ein paar Strohballen dekoriert mit einem Plastik-Kuhkopf und einer Fliegendecke alles so anrichten können.  Da waren die Ponys wirklich ziemlich elektrisch. Aus diesem Grund versuche ich in meine Trailhindernissen auch immer wieder mal kleine Überraschungen einzubauen. 🙂

Naturgemäß zeige ich meinen Pferden, die Hindernisse immer erst einmal vom Boden – sehr gerne auch in der Freiarbeit.  

Beim letzten Mal hatte sich ein Heliumballon in unsere Bahn verirrt, sowas muss man ja gleich nutzen.

Wenn man den Pferch später unter dem Sattel bewältigen will, ist es wichtig, möglichst weit außen zu bleiben und den Pferch mit Innenstellung zu durchreiten. Diese Anforderungen kann man natürlich auch gut mit einem  Kappzaum trainieren. Wichtig ist es auch die richtige Linie zu finden, indem man ohne Taktverlust am besten in den Pferch einfädelt. So kann man auch schon mal zu Fuss herausfinden, welche Linie  für das Pferd am einfachsten ist. 

Ein sehr guter Tipp von Angelika Gräf aus dem Buch Working Equitation/Trail -Training ist auch dieses Hindernis im Training möglichst im Fluss zu reiten, dazu bietet sich eine gegenläufige Volte an, so das man quasi immer in einer Acht unterwegs ist,

Weitere Möglichkeiten sind: 

  • aus dem Pferch antraben
  • jeweils den Punkt an dem angetrabt wird etwas früher legen, so das der Pferch dann irgendwann durchgetrabt werden kann. 
  • dann die Punkte noch mal im Galopp ausprobieren. 
  • Für Pferde, die mit engen Hindernissen nicht so gut zurecht kommen, kann man den Pferch auch aus Pylonen und Markierungen bauen und so erst die körperlichen Voraussetzungen schaffen, damit das Pferd die engen Wendungen hinbekommt. 

In der anspruchsvollsten Variante galoppiert der Worker erst im Rechtsgalopp durch den Pferch, macht eine „schneidige“  Pirouette mit anschließendem Galoppwechsel und galoppiert dann  noch einmal von der anderen Seite durch…..   – 

Da bin ich erstmal froh, das ich mit meinem Gangpferd, da „nur“ im Schritt bzw. im Tölt durch muss 🙂

Links: 

Wenn Ihr mehr über das Gaited Working Equitation Hindernis Pferch wissen wollt, schaut doch mal auf meiner Reitseite vorbei, dort findet Ihr nicht nur die genauen Abmessung sondern auch die Bewertungsskala der IGV (Internationale Gangpferde Vereinigung). 

Trailhindernis Reifen

 

 

Vielleicht gefällt Euch ja auch mein Beitrag über das neue Tor, das sich super schnell basteln lässt. 

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