Pferdetrick: Ja-sagen

3 Nov

Zum Pferdetrick: „Ja-Sagen“ muss das Pferd den Kopf gerade heben und senken, so als würde es zustimmend mit dem Kopf nicken. Das ist etwas schwieriger herzustellen als das Kopfschütteln beim „Nein-Sagen“, aber auch hier  gilt:  Es ist meist noch schwerer, die Geister, die man gerufen hat, wieder loszuwerden. Das Zauberwort heißt „Signalkontrolle“

Voraussetzungen: 

Das Pferd muss ruhig abwarten können.

Equipment: 

Sie brauchen einen Strohhalm. 

Startpunkt:

Das Pferd steht ruhig neben Ihnen und Sie brauchen eventuell Sie den Strohhalm, der bei ihrem Pferd den Fliegenabwehrmechanismus in Gang bringt. 

Meine Trainingsidee für den Pferdetrick Ja-Sagen

  • Probieren Sie, ob ein Piksen mit dem Finger(nagel) an der vorderen Brustpartie vielleicht schon eine Abwehrreaktion hervorruft. Meine Pferde waren dafür bisher alle zu gut erzogen und wichen brav nach rückwärts aus. Also halte ich einem Strohhalm bereit und imitiere damit eine lästige Fliege. Meist kommt hier schnell Reaktion, nämlich ein Kopfnicken um den Störenfried zu vertreiben. Loben Sie enthusiastisch und überreichen Sie Kekse, wenn Sie mit Futterlob arbeiten.
    Achten Sie darauf, möglichst weit oben zu füttern, damit Ihr Pferd die Möglichkeit hat, beim nächsten Piks wieder mit dem Kopf nach unten zu schnellen. So wird der Bewegungsauschlag größer. 
  • Wenn Ihr Timing beim Loben stimmt, brauchen Sie beim dritten Mal lediglich den Finger auf die entsprechende Stelle legen und der Pferdekopf wippt nach unten.
  • Achten Sie darauf, dass Sie gerade Nickbewegungen deutlicher loben als schräge sonst verwischt dies später schnell mit dem Kopfschütteln und wird zu einem Einheitsbrei. 
  • Jetzt müssen Sie aufpassen, dass Sie nicht nur ein Kopfsenken bestätigen, sondern auch das Kopfheben. Denken Sie daran, möglichst hoch zu füttern, dann senkt sich der Kopf auf das Signal und wippt schnell wieder nach oben, um das Leckerchen in Empfang zu nehmen. 
  • Klappt das gut, fangen Sie an, das Kopfnicken zweimal abzufragen. Erst dann gibt es einen Keks. Erfahrungsgemäß bieten die Pferde, wenn Sie hier Dauerdruck ausüben, meist nur das Senken des Kopfes an. Versuchen Sie es lieber mit mehrfachem Antippen. 
  • Nun lösen Sie das Kopfnicken aus und warten ab, ob Ihr Pferd auf einen Auslöser mehrmals den Kopf hebt und senkt. 
  • Hat Ihr Pferd, die Aufgabe verstanden, können Sie nun beginnen, Handsignal und Wortkommando einzuführen. 
  • Reagiert Ihr Pferd zuverlässig auf die Signale, können Sie anfangen, Ihren Standort neben dem Pferd langsam zu variieren 
  • Sie müssen nun sehr genau auf die passive Signalkontrolle achten, das heißt, es wird kein Kopfnicken mehr belohnt, wenn Sie nicht vorher das Signal gegeben haben. Denken Sie auch daran, immer wieder ruhiges Stehen zu belohnen.

Signal

Signal:

Auf und ab bewegende Hand

Stimmkommando:

Wie wäre es denn mit einem „Si“?

Risiken und Nebenwirkungen:

Pferde, die Problem mit der Halswirbelsäule haben, sollten natürlich auf diesen Spaß verzichten. 

Die Übung ist sehr leicht zu erlernen und wird von Pferden nur allzu gern zum Betteln genutzt. Achten Sie also unbedingt auf die Signalkontrolle. Belohnen Sie kein Kopfnicken, wenn Sie vorher nicht das entsprechende Signal gegeben haben. Als Ausgleich, damit nicht jede Berührung am Hals als Signal in Sachen Kopfnicken verstanden wird, bieten sich die Tellington-Touches an. Das entspannt Pferd und  Mensch. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, zwischendurch immer wieder „ruhiges Stehen“ bzw. die Nullposition abzufragen. 

Links:

Du hast noch mehr Lust auf Pferdetricks? Schau doch mal in meinen Blogartikel zum Thema
Einparken an der Aufsteighilfe

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Der Pferdetrick: Ja-Sagen ist einfach und auch für eingeschränkte Pferde und Rentnerpferde möglich.

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